Die Chesa Planta in Samedan ist eines der grössten Herrschaftshäuser im Engadin. Das Haus stammt aus der Mitte des 16. Jahrhundert. Während mehr als 250 Jahren war die Chesa Planta im Besitz der Familie von Salis, im Jahr 1817 ging die Liegenschaft an die Familie von Planta über. Auf Wunsch von vier weiblichen Nachkommen von Planta wurde 1943 das Anwesen in eine öffentlich-rechtliche Stiftung überführt.
Seither ist die Chesa Planta Samedan der Öffentlichkeit als Kulturzentrum zugänglich und gilt als Hort rätoromanischer Kultur. Im Haus befindet sich eine öffentliche rätoromanische Bibliothek und ein Wohnmuseum, welches die originale Wohnkultur der Adelsfamilien im 18. und 19. Jahrhundert repräsentiert. Seit über 50 Jahren führt die Stiftung alljährliche Romanischkurse durch. Zudem finden regelmässig kulturelle Veranstaltungen und Sonderausstellungen statt.