Das Haus in Grevasalvas wurde im Jahr 1909 als jüngstes Gebäude der Siedlung errichtet – ein reiner Zweckbau, gänzlich ohne schmückende Elemente oder repräsentative Absicht. Die finanziellen Mittel für den Bau stammten von Rückkehrern aus Berlin ins Bergell, was den im Vergleich zur bestehenden Bebauung nahezu überdimensionierten Bau überhaupt erst ermöglichte. Besonders der Scheunenteil übertraf die anderen Gebäude der Siedlung – insgesamt 25 an der Zahl – deutlich in seiner Grösse. Bemerkenswert ist auch die Wahl des Bauplatzes: Das Gebäude wurde direkt in den Sumpf gesetzt. Errichtet wurde es in typischer Bergeller Bauweise mit den L-förmigen Pfeilern und senkrechten Hölzern dazwischen. Auffällig sind die extrem langen und kräftigen Dachbalken – drei auf jeder Seite sowie ein vergleichsweise kleiner Firstbalken – die die Last des schweren Steindaches auf die Giebelseiten übertragen. In den Jahren 1999/2000 wurde der ursprüngliche Wohnteil behutsam renoviert, während die Scheune zu Wohnzwecken umgebaut wurde.