Das kleine Haus am Waldrand mit weitem Blick auf See und Berge erbaute Mili Webers Bruder Emil 1917 als Blockbau über steinernem Sockel. Im Obergeschoss verzahnen sich die für das Engadin typischen massiven Mauern mit Trichterfenstern und Erker mit dem Typus Chalet. Emil Weber war ausgebildeter Möbelschreiner und Architekt und war im renommierten und für das Engadin prägenden Büro von Nicolaus Hartmann junior tätig. Im Innern des Hauses zeugen liebevolle Details wie geschnitzte Schränke, eigens angefertigte Möbel und kunstvoll verlegte Steinböden von Emil Webers gestalterischem und handwerklichem Können. Mili Weber schliesslich verwandelte das Haus in ein märchenhaftes Gesamtkunstwerk: Die Künstlerin bemalte Möbel, Wände und Decken mit Blumen und Zweigen, Vögeln und Hagebuttenkindern.
Die Stiftung
Die «Mili Weber Stiftung St. Moritz» wurde 1974 von der Künstlerin persönlich gegründet. Die Mili Weber Stiftung ist im Besitz des Künstlerhauses mit Originalmobiliar und zugehörigem Heustall, Futterkrippe und Garten, des umfangreichen Nachlasses der Künstlerin, bestehend aus Zeichnungen, Aquarellen, Ölbildern, Manuskripten, Liederkompositionen und Puppenhaus sowie der Blumenbilder und kunsthandwerklichen Objekte der Halbschwester Anna Haller sowie zahlreichen Skizzenbüchern, Plänen und kleinen Objekten ihrer Brüder Emil und Otto Weber.